Auf der Grünen Woche fließt die Werra durch den Hainich

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Berlin. Die Welterberegion auf der Grünen Woche: Derzeit entsteht auf dem Messegelände in Berlin ein stattliches Flussbett.
 
In der Blumenhalle auf dem Berliner Messegelände ist in den letzten Tagen ein Flussbett zwischen den Buchenstämmen entstanden. Foto: Nicole Neumann
In der Blumenhalle auf dem Berliner Messegelände ist in den letzten Tagen ein Flussbett zwischen den Buchenstämmen entstanden. Foto: Nicole Neumann
 
Für Geografie-Besserwisser und Neunmalkluge aller Art ist der Auftritt der Welterberegion Wartburg-Hainich auf der Grünen Woche in Berlin natürlich eine Steilvorlage: Mitten durch den Hainich fließt dort die Werra - kann das mit rechten Dingen zugehen?
 
Sandra Czerniak , beim Tourismusverband der Welterberegion für das Qualitätsmanagement zuständig, erklärt das folgendermaßen: Rein symbolisch sei der Lauf der Werra zwischen den 160 Buchenstämmen, die den Hainich darstellen sollen, zu sehen - "die Region 1:1 abzubilden, das geht nicht", so die Tourismusexpertin, die an der Organisation des Auftritts mitbeteiligt ist. So soll der Wasserlauf, der seit einigen Tagen in der Blumenhalle unter dem Berliner Funkturm installiert wird, gleichzeitig auch für die Unstrut und somit für die vielfältigen Freizeitmöglichkeiten in der Region stehen: Vom Wassersport übers Wandern und Radfahren entlang der beiden Flussläufe.
 
Der für den Aufbau in Berlin direkt verantwortliche Landschaftsarchitekt Klaus Neumann hat derweil mit den praktischen Problemen zu kämpfen: für den diagonal durch die Blumenhalle führenden Flusslauf, der am Ende immerhin eine Länge von 30 bis 40 Metern messen wird, musste zunächst jede Menge Teichfolie verlegt werden. Weil das aber dann nicht besonders hübsch aussehen würde, wurde die rund 300 Quadratmeter große Fläche jetzt auch noch mit Findlingen und Kieseln bedeckt.
 
Die künstlichen Uferregionen werden anschließend noch mit Moosen geschmückt. "Das muss optisch einfach überzeugend sein", formuliert Neumann die Ansprüche seines Teams.
 
Ganz frei gewählt werden konnte der Flusslauf jedoch nicht, sein Verlauf richtet sich nach den Gegebenheiten in der Halle. Denn schließlich müssen die unterirdischen Wasseranschlüsse genutzt werden, die das vorgebliche Werra-Unstrut-Nass mit Hilfe einer leistungsstarken Umwälzpumpe während der Messetage vom 16. bis 25. Januar durch die Halle pumpen.
 
Nur eines gibt es nicht im kleinen Berliner Messe-Flüsschen: Fische. Die Gesundheitsbehörden und die Bauaufsicht hatten tierhygienische und gesundheitliche Bedenken.
 
Quelle: www.muehlhausen.thueringer-allgemeine.de, Bericht von Felix Voigt / 07.01.15 / TA

Bericht eingestellt von Markus Ludwig (admin) am 08.01.2015
letzte Änderung am: 08.01.2015 um 13:05 zurück


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