Schutzgemeinschaft sorgt sich um Wald

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Werra-Meissner. Eine lange Trockenphase im Frühjahr und Frost im Mai haben dem Wald in Hessen schwer zu schaffen gemacht. Darauf macht der Vorstand der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald im Werra-Meißner-Kreis (SDW) aufmerksam. Der Zustand der Baumkronen habe sich weiter verschlechtert. Besonders betroffen seien ältere Buchen und Fichten. Mit einem Anteil von etwa 41 Prozent stellen Buchen in Hessen die wichtigste Baumart im gesamten Bestand dar.
 
Die Schutzgemeinschaft sei mit dem Zustand des Waldes und der Entwicklung in den vergangenen Jahren weniger zufrieden als Hessens Umweltministerin Lucia Puttrich (CDU), teilte der SDW-Vorsitzende Lothar Quanz mit. Das habe die Auswertung des Waldzustandsberichts für das Jahr 2011 ergeben.
 
Mit einem Anteil von 60 Prozent prägten den Hohen Meißner der große Bestand an Buchen. Auf der Hochfläche wachsen größtenteils Fichten. „Beide Baumarten weisen eine erhebliche Verschlechterung des Zustands der Kronen auf“, sagte Quanz. „Ein überdurchschnittlich warmes Frühjahr führte zu einem verfrühten Austrieb der Bäume, die Spätfröste im Mai verursachten erhebliche Frostschäden an Trieben und Blättern.“
 
Es sei in den kommenden Jahren eine erhöhte Absterbe-Rate zu befürchten. Diese Entwicklung stehe auch in Zusammenhang mit der Fruchtbildung der Bäume: „Die Fruktifikation der Buchen ist außerordentlich, so etwas habe ich in meiner forstlichen Laufbahn noch nicht erlebt“, sagt Lothar Freund, Revierförster in Hausen.
 
Darüber hinaus leide der Wald auf dem Meißner immer noch unter den Folgen des Sturms Kyrill und der beiden vorigen Winter. Der starke Schneefall und der folgende Schneebruch habe besonders den Fichten zugesetzt. Die SDW habe deshalb bei Pflanzaktionen immer wieder Flächen aufgeforstet.
 
Um dem Wald dauerhaft zu helfen, fordert die SDW nachhaltige Konzepte von der Umweltministerin gegen den Klimawandel. So müsse die Luftverschmutzung zum Beispiel durch Kohlekraftwerke verringert werden. Nur so könne ein stabiler und gesunder Wald dauerhaft seine Funktionen erfüllen“, sagten Quanz und Freund.
 
Quelle: www.hna.de, Bericht von clm

Bericht eingestellt von Christian Weidner (admin) am 19.01.2012
letzte Änderung am: 22.01.2012 um 08:31:55 zurück


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