Tradition lebt - Gedenkfeier 2025 der Werrataler an den Seesteinen
Auch in diesem Jahr fand wieder die Gedenkfeier zum Volkstrauertag statt - verbunden mit einer geführten Wanderung.
Der Hauptwanderwart Stefan Buchwald hatte zum 2. Mal eine erlebnisreiche Wanderung über den Meißner mit schönen Ausblicken (wenn der Nebel nicht gewesen wäre) und einer durchaus anspruchsvollen Streckenführung ausgesucht. Die 16 Wandersleute genossen die gemeinsame Wanderung auch für vereinsübergreifende Gespräche. Wie vom Wanderführer vorhergesagt blieb der Regen bis zum Ende der Wanderung erfreulicherweise aus.
Die Feier wurde wie in den Vorjahren stimmungsvoll begleitet vom Posaunenchor Rimbach.
In seiner Rede gab der 2. Vorsitzende des Hauptvereins, Herr Dirk Landau, einen Abriss der geschichtlichen Entwicklung des Volkstrauertages von seiner Einführung 1922 bis zu seiner heutigen Bedeutung. Ursprünglich war der Tag gedacht als Zeichen der Solidarität der Familien, die einen lieben Menschen verloren haben mit denen, die keinen Verlust zu beklagen hatten. Von den Nationalsozialisten als Heldengedenktag umgewidmet, sollte er heute in Anbetracht der vielen Konflikte in der Welt als eine Demonstration des Friedens verstanden werden. Dirk Landau mahnte, dass Frieden kein immerwährender Normalzustand sei und wies darauf hin, dass jeder in seinem Umfeld entschlossen Hass und Gewalt entgegentreten sollte. So schlug er einen Bogen vom dauerhaften und harten Basaltgestein am Gedenkort zum unentwegten Einsatz des Einzelnen gegen Aggressionen in jeglicher Form. Für seine Worte erhielt der Redner viel Lob und Zustimmung der über 30 Teilnehmer dieser Gedenkfeier.
Die Feier endete mit der Kranzniederlegung und führte anschließend die Teilnehmer ins NaturFreunde Meißnerhaus zu gemeinsamen Kaffeetrinken.
Text: Gabriele Büchler | Fotos: Klaus Gogler, Gabriele Büchler | Collage: Dirk Landau
