Erneut Werrataler Wandergruppe im Himalaya (Nepal)

Erstmals brach 2006 eine "WTV-Expedition" unter Führung von Dirk Landau in den Himalaya auf. Fast 20 Jahre später (im Oktober 2025) organisierte wiederum Dirk Landau, inzwischen 2. Vorsitzender des Werratalvereins 1883 e.V., eine Trekking-Tour in Nepal. Zehn Werrataler:innen hatten die Herausforderung gewählt, das auf 4.130 m Höhe gelegene Annapurna Base Camp zu erreichen. Die Bilder vom Base Camp dokumentieren, dass die Gruppe auf dem "Zielfoto" es sich nicht nehmen ließ, das Banner des WTV 1883 zu entfalten! In 11 Tagen 81 km über 12.000 Höhenmeter zu "erwandern", ist große Anerkennung wert. Die Gruppe nahm sich sogar noch die Zeit, sich in einem "Luxushotel" von den Strapazen zu erholen.

Dirk Landau schildert in dem folgenden Beitrag die Details der Nepal-Reise. Außerdem werden auf unserer Homepage unter Informationen/Fotos "WTV-Specials" weitere beeindruckende Bilder zu sehen sein.

[rohkla-28.11.25]

10 Wanderer schafften beeindruckende Wanderbilanz

Nach 2006 hieß es für 10 Mitglieder des Werratal Hauptvereins am 1. Oktober, Ausrüstung und Outdoor-Kleidung gepackt zu haben, denn es ging erneut zum Frankfurter Flughafen, von wo am Abend der Flug über Doha nach Nepal startete.

Nach Ankunft in der nepalesischen Hauptstadt Kathmandu stand ein Briefing durch den Bergführer und eine fußläufige Sightseeing-Tour durch die Altstadt an. Schon am nächsten Tag näherte sich die Gruppe nach einem kurzen Inlandsflug Richtung der Stadt Pokhara ihrem Trekkinggebiet – dem Annapurna Massiv. Am dritten Tag brach man zur 11-tägigen Trekking-Tour auf. Das Ziel war das 4.130 m hoch gelegene Annapurna Base Camp. Der höchste erreichte Punkt lag bei 4.300 m!

Auf dem Weg trug jeder Teilnehmer nur seinen Tagesrucksack; den Rest transportierten insgesamt 5 Träger. Zu ihnen kamen noch der Bergführer und drei Assistenten. Die Übernachtungen fanden in einfachen Lounges entlang des Weges statt, die mit leckerem wie stärkendem Essen – und einmal sogar mit einer italienische Siebträgermaschine für perfekten Espresso – aufwarteten.

Keiner der teilnehmenden Werrataler bekam Probleme mit dem Magen oder mit der zunehmenden Höhe; allerdings waren die gut geplanten Tagesetappen mitunter eine gewisse Herausforderung. So zählte eine Etappe ganze 3.921 Treppenstufen. Das zu bewandernde, enge und steile Tal des Modi Kola-Flusses läßt an vielen Stellen keine Serpentinen zu, so daß die Bewältigung der Höhe über natürliche Steinstufen erreicht werden muß. 

Die wohl schönste Etappe war die vom Machapuchare Base Camp (3.700 m) zum Sonnenaufgang („Alpenglühen“) am Annapurna Base Camp. Ein wolken- und nebelfreier Himmel sorgte für fantastische Bilder! Es bedeutete allerdings zuvor, um 3:30 Uhr aufzustehen und im Schein von Taschenlampen den Weg zum letzten Basislager zu finden. 

11 Tage – 81 km – über 12.000 Höhenmeter

Die Trekking-Tour führte die Gruppe dicht an mehre 7.000 und 8.000 m hohe Gipfel heran; es war für alle mehr als beeindruckend an der Südflanke des 10-höchsten Berges der Welt, der Annapurna I (8.091 m) zustehen. Nachdem man sich dort auch nicht weit entfernt von der Grenze zu Tibet befand, ging es nach einem mehrtägigen Abstieg zunächst für 3 Tage in ein Luxushotel bei Pokhara zum Relaxen und dem Nachholen ausgiebiger Körperhygiene. Bei sommerlichem Wetter gab es viel Badespaß im wunderschönen Pool mit Blick auf die Himalaya Kette und Reisfelder davor.

Im Anschluß reisten die Werrataler zu einer mehrtägigen Safari in den Chitwan Nationalpark an der Grenze zu Indien; dort in der subtropischen Region konnten sie Nashörner, Krokodile, Kaimane, Elefanten und Affen – leider keinen Tiger – zu Fuß, in einem Boot und aus einem Geländewagen heraus beobachten. 

Zurück in Kathmandu standen Besichtigungen der Bodnath Stupa (die größte ihrer Art weltweit und ein wichtiges Zentrum für buddhistische Pilger - 3. Bild von oben) und der Tempelanlage Pashupatinath (wichtigste Stätte nepalesischer Hindus und Platz öffentlicher Einäscherung von gestorbenen Hindus). Diese beiden herausragende Weltkulturerbestätten) beendeten die Reise. Diese mag vorüber sein, aber wunderschöne Erinnerungen, viele Erlebnisse und jede Menge neue Eindrücke bleiben – durchaus für immer.

Einladung an nepalesischen Bergführer

Fürsorglich, immer zur Stelle, stets bestens gelaunt und jeden Gipfel kennend – so haben die Werrataler ihren Bergführer Ganesh kennen und schätzen gelernt und Freundschaft geschlossen. Da war die Idee nicht mehr fern, ihn zusammen mit seinem Sohn, der die Wandergruppe ebenfalls begleitete, nach Deutschland einzuladen.

Die beiden Nepalesen erwarten im nächsten Jahr u.a. Wanderungen hier bei uns, einen mehrtägigen Ausflug zur Nordsee und – wenn man schon nicht die Höhen wie in Nepal vorweisen kann, dann geht es eben in die Tiefe – eine Untertagefahrt im Kali-Revier.

Text und Fotos: Dirk Landau
Das unterste Bild: Organisator Dirk Landau mit Ehefrau

Hinweis:
Weitere beeindruckende Fotos von der Nepal-Reise sind auf unserer Homepage unter “Fotostrecken” zu finden.